Flughafen BER: Terminals, Geschichte und Anreise im Überblick
Der jüngste deutsche Großflughafen brauchte vierzehn Jahre länger als geplant – und ist heute mit rund 26 Millionen Passagieren drittgrößter Airport des Landes, nur 23 Zugminuten vom Berliner Hauptbahnhof entfernt.
Vierzehn Jahre nach dem ursprünglich geplanten Eröffnungstermin ging der Flughafen Berlin Brandenburg „Willy Brandt“ am 31. Oktober 2020 tatsächlich in Betrieb – nach einer Bauzeit, die international zum Synonym für verschleppte Großprojekte wurde. Heute, gut fünf Jahre später, ist von dieser Hängepartie im Alltag kaum noch etwas zu spüren: Mit rund 26,1 Millionen Passagieren im Jahr 2025 ist der BER (IATA-Code BER, ICAO EDDB) der drittgrößte Verkehrsflughafen Deutschlands nach Frankfurt und München, und er wächst weiter. Anders als die beiden Vorgängerflughäfen Tegel und Schönefeld, die er im November 2020 gemeinsam ablöste, konzentriert sich der BER auf einen einzigen Standort südöstlich der Stadt, rund 18 Kilometer vom Alexanderplatz entfernt und offiziell auf Brandenburger Boden in der Gemeinde Schönefeld gelegen. Wer hier landet, findet ein Terminalkonzept, das deutlich kompakter ausfällt, als die jahrelangen Schlagzeilen vermuten lassen – und eine Bahnanbindung, die zu den besten unter den deutschen Flughäfen zählt. Dieser Überblick zeigt, wie Terminal 1 und Terminal 2 zusammenspielen, was aus der langen Bauzeit geworden ist, wer heute von hier aus fliegt – und wie du am schnellsten nach Berlin oder wieder weg kommst.
Terminal 1 und Terminal 2: ein Gebäude, zwei Hallen
Der BER besteht praktisch aus einem einzigen großen Gebäudekomplex, der sich in zwei aktive Terminals gliedert. Terminal 1 ist das namensgebende Hauptgebäude, ein U-förmiger Bau mit drei Fluggastbrücken-Piers, ausgelegt für rund 30 Millionen Passagiere im Jahr. Hier checken die meisten Netzwerk- und Ferienfluggesellschaften ein, von Lufthansa und Eurowings bis Condor und Turkish Airlines, und hier liegt mit 16 Doppeldeck- und neun Einzeldeck-Fluggastbrücken auch der Großteil der gebäudenahen Abstellpositionen. Terminal 2, seit dem 24. März 2022 in Betrieb, steht direkt neben T1 und ist über einen wenige Minuten langen Fußweg verbunden – ein eigenständiges Gebäude, aber ohne eigene Gates: Wer hier eincheckt, geht anschließend hinüber zu den Gates im B-Pier von Terminal 1. Ausgelegt ist T2 für rund sechs Millionen Passagiere jährlich, mit 16 Check-in-Schaltern, und war von Beginn an vor allem als Low-Cost-Terminal gedacht, in dem lange Zeit hauptsächlich Ryanair abgefertigt wurde.
Wer den BER aus den ersten Betriebsmonaten kennt, erinnert sich vielleicht noch an ein drittes Gebäude: Terminal 5, das ehemalige Terminal des alten Flughafens Schönefeld, das bei der Eröffnung 2020 übergangsweise mitgenutzt wurde. Wegen des pandemiebedingten Passagiereinbruchs wurde es bereits im Februar 2021 wieder geschlossen und ist seither nicht mehr in Betrieb – der gesamte Verkehr läuft heute über T1 und T2. Zusammen kommen beide aktiven Terminals auf eine Kapazität von rund 36 Millionen Passagieren im Jahr; bei 26,1 Millionen im Jahr 2025 ist der BER damit zu gut zwei Dritteln ausgelastet und hat, anders als viele ältere deutsche Flughäfen, noch spürbar Luft nach oben. Zum Vergleich: Ein Flughafen wie Nürnberg kommt mit einem einzigen, deutlich kleineren Terminalgebäude für rund fünf Millionen Passagiere im Jahr aus – der BER wurde von Anfang an für eine ganz andere Größenordnung geplant, auch wenn er diese heute erst zu einem Teil ausschöpft.
Vierzehn Jahre Verspätung: die Baugeschichte des BER
Kaum ein deutsches Infrastrukturprojekt ist so oft zum Gegenstand von Spott und Kabarett geworden wie der Bau des BER – und die Fakten dahinter sind tatsächlich bemerkenswert. Der erste Spatenstich fiel im September 2006, die Eröffnung war ursprünglich für 2011 angesetzt. Es kam anders: Der Eröffnungstermin wurde insgesamt sechsmal verschoben, am prominentesten nur wenige Wochen vor dem geplanten Start im Mai 2012, als sich herausstellte, dass die Rauch- und Wärmeabzugsanlage nicht wie vorgesehen funktionierte. Die Mängelliste wuchs in den Folgejahren weiter: 2017 zählte der damalige technische Geschäftsführer rund 75.000 offene Baumängel, und allein für die Nachrüstung der Brandschutztechnik mussten schließlich rund 200.000 Kilometer Kabel neu verlegt werden.
Die Kosten liefen parallel aus dem Ruder. Ursprünglich waren 2006 rund 1,9 Milliarden Euro veranschlagt, am Ende kostete der Bau der ersten Ausbaustufe rund 7,1 Milliarden Euro – fast das Vierfache. Getragen wird der Flughafen von der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, an der der Bund sowie die Länder Berlin und Brandenburg beteiligt sind; die hohe Verschuldung aus der Bauzeit prägt bis heute die Gebührenstruktur des Flughafens, ein Punkt, der weiter unten bei den Fluggesellschaften noch eine Rolle spielt. Am 31. Oktober 2020 ging der BER schließlich in Betrieb, die neue Nordbahn nahm den Flugbetrieb auf, während die Südbahn – im Kern die verlängerte und sanierte alte Start- und Landebahn des Flughafens Schönefeld – ab dem 4. November 2020 dazukam. Im selben Monat schloss der innerstädtische Flughafen Tegel endgültig, nach 60 Jahren als Berlins wichtigster Airport, und der alte Flughafen Schönefeld ging im BER auf. Für eine Stadt, die seit der Wiedervereinigung auf einen zentralen Großflughafen gewartet hatte, war das ein historischer, wenn auch extrem verspäteter Moment.
26 Millionen Passagiere: der BER heute
Die Zahlen von heute lassen die Kritik der Bauzeit fast vergessen: 2025 zählte der BER rund 26,1 Millionen Passagiere, ein Plus von 2,3 Prozent gegenüber den 25,5 Millionen im Jahr zuvor. Rund 193.000 Starts und Landungen kamen zusammen, 70 Fluggesellschaften steuerten von hier aus 130 Ziele weltweit an. Für 2026 rechnet der Flughafen mit weiterem Wachstum auf 26,5 bis 27 Millionen Passagiere (Stand 2026).
Zum Einordnen hilft ein Blick zurück: 2019, im letzten normalen Jahr vor der Pandemie, kamen die beiden Vorgängerflughäfen Tegel und Schönefeld zusammen noch auf rund 35,6 Millionen Passagiere. Die Pandemie warf den neuen BER unmittelbar nach der Eröffnung auf einen Tiefstand von 9,1 Millionen im Jahr 2020 und 9,9 Millionen im Jahr 2021 zurück, bevor sich der Aufschwung verstetigte: 19,8 Millionen 2022, 23,1 Millionen 2023, 25,5 Millionen 2024, 26,1 Millionen 2025. Das alte Vorkrisenniveau der beiden Vorgängerflughäfen ist damit weiterhin nicht erreicht – ein Rückstand, der auch zeigt, dass der Neubau in seiner heutigen Form noch nicht an seine Kapazitätsgrenzen von rund 36 Millionen Passagieren stößt.
Wirtschaftlich zeigt sich der Flughafen inzwischen deutlich robuster als in den ersten Betriebsjahren: Der Umsatz stieg 2025 auf 666,5 Millionen Euro, das EBITDA auf 203,9 Millionen Euro, und der Konzernjahresfehlbetrag sank um 48,3 Millionen auf noch 86,1 Millionen Euro (Stand 2026). Der BER nähert sich damit spürbar der von der Geschäftsführung angestrebten finanziellen Eigenständigkeit – ohne die gewaltige Schuldenlast aus der Bauzeit dürfte dieser Weg allerdings noch eine Weile dauern.
Fluggesellschaften: easyJet, Ryanair, Eurowings und der Wandel am Standort
Am BER hat sich die Airline-Landschaft seit der Eröffnung mehrfach verschoben, und 2026 ist ein Jahr besonders sichtbarer Veränderung. Ryanair war 2025 mit knapp 4,7 Millionen beförderten Passagieren noch die größte Einzelairline am Standort, gefolgt von easyJet mit rund 4,2 Millionen Passagieren (plus 2,6 Prozent) und Eurowings, die ihr Angebot 2025 um 9,3 Prozent auf rund 2,3 Millionen Passagiere steigerte – das zweitstärkste Wachstum aller BER-Airlines. Auch Lufthansa bleibt mit einem dichten Angebot an Terminal 1 präsent, während Condor 2025 das größte prozentuale Wachstum unter allen Airlines am BER verzeichnete, mit rund 349.000 Passagieren und einem Plus von etwa 300.000 gegenüber dem Vorjahr.
Doch ausgerechnet der bisherige Marktführer zieht sich zurück: Ryanair kündigte im April 2026 an, seine Berliner Basis mit sieben stationierten Flugzeugen zum Oktober 2026 vollständig zu schließen. Die Maschinen wandern nach Schweden, in die Slowakei, nach Albanien und Italien – Länder, die entweder keine Luftverkehrsteuer erheben oder deutlich niedrigere Standortkosten bieten. Für 2027 rechnet Ryanair selbst mit einem Passagierrückgang von mehr als 50 Prozent am BER, von rund 4,5 auf etwa 2,2 Millionen. Als Grund nennt die Airline explizit zu hohe deutsche Luftverkehrsteuer und Flughafengebühren – ein Muster, das sich bereits an anderen deutschen Standorten zeigt: Ryanair hatte zuvor bereits seine Basen in Frankfurt, Düsseldorf und Stuttgart geschlossen und, wie im Beitrag zum Flughafen Dortmund beschrieben, dort im Oktober 2024 sämtliche Verbindungen eingestellt. Bedient wird Berlin künftig weiterhin, aber ausschließlich mit Maschinen, die außerhalb Deutschlands stationiert sind, was das Angebot ab BER spürbar ausdünnt.
Eurowings dagegen baut aus: Die Lufthansa-Tochter kündigte für den Winterflugplan 2026/2027 an, ihre Flotte am BER von neun auf elf Maschinen zu erweitern, mit neuen Verbindungen unter anderem nach Bologna und zusätzlichen Kanaren-Flügen. Für Reisende bedeutet dieser Umbruch: Wer in den kommenden Jahren ab BER bucht, sollte sich nicht zu sehr auf das gerade aktuelle Streckennetz verlassen – kaum ein deutscher Großflughafen hatte in den letzten Jahren eine so dynamische Airline-Landschaft wie der BER.
Mit dem Airport Express in 23 Minuten zum Hauptbahnhof
Der schnellste Weg vom Terminal in die Berliner Innenstadt führt über den Flughafen-Express, kurz FEX. Er startet im sechsgleisigen Bahnhof direkt unter Terminal 1 und erreicht den Hauptbahnhof in rund 23 Minuten, mit Zwischenhalten am Südkreuz (rund 14 Minuten) und am Potsdamer Platz (rund 19 Minuten). Tagsüber verkehrt der FEX viermal pro Stunde, also etwa alle 15 Minuten, von den frühen Morgenstunden bis kurz nach Mitternacht (Stand 2026); nachts dünnt sich der Takt aus, die Züge fahren dann eine etwas andere Route über die Stadtbahn mit zusätzlichen Halten wie Ostkreuz und Friedrichstraße.
Ein praktischer Unterschied zu manch anderem deutschen Flughafen-Express: Der FEX ist kein separates Premium-Produkt mit eigenem Zuschlag, sondern in den regulären VBB-Tarif eingebunden. Ein normales Ticket für den Tarifbereich Berlin ABC gilt genauso im FEX wie in jeder S-Bahn oder Regionalbahn, und auch das bundesweite Deutschlandticket wird anstandslos akzeptiert. Das ist keineswegs selbstverständlich: Am Flughafen Dortmund etwa ist der dortige AirportExpress-Bus ein eigener kommerzieller Fahrschein, für den weder Deutschlandticket noch normale Nahverkehrstickets gelten. Wer am BER ohnehin mit Zeitkarte unterwegs ist, zahlt für die schnelle Verbindung in die Stadt also keinen Aufpreis.
S-Bahn und Regionalbahn: S9, S85 und die Linien nach Brandenburg
Neben dem FEX halten am sechsgleisigen Bahnhof unter Terminal 1 auch zwei reguläre S-Bahn-Linien und mehrere Regionalzüge. Die S9 verbindet den BER über Schönefeld mit dem Berliner Südosten – Adlershof, Schöneweide – und führt mitten durch die Stadt: Friedrichstraße, Hauptbahnhof, Olympiastadion, bis nach Spandau im Westen. Sie fährt im 20-Minuten-Takt, tagsüber durchgehend und bereits ab etwa 3 Uhr morgens Richtung Flughafen. Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2025 ergänzt sie die neue Linie S85, die die vorherige S45 ersetzt hat: ebenfalls im 20-Minuten-Takt, auf einer Route über den östlichen Innenring nach Wittenau/Frohnau werktags beziehungsweise nach Pankow am Wochenende.
Dazu kommen Regionalzüge, die den BER mit Zielen weit über Berlin hinaus verbinden. Die RE7 fährt von Dessau über Bad Belzig zum BER und weiter über Berlin-Charlottenburg und Berlin-Ostbahnhof bis Königs Wusterhausen, Lübbenau und Senftenberg – praktisch, wenn dein Ziel nicht die Innenstadt, sondern etwa der Spreewald oder die Lausitz ist. Die RB14 verkehrt auf derselben Strecke zwischen Flughafen und Hauptbahnhof, allerdings mit mehr Zwischenhalten und entsprechend etwas langsamer, während die RB22 stündlich zwischen Potsdam Griebnitzsee über Golm und dem BER bis Königs Wusterhausen pendelt. Wer von Potsdam anreist, kommt damit ganz ohne Umweg über die Berliner Innenstadt zum Flughafen.
Diese Dichte an Bahnanbindung direkt unter dem Terminal ist im deutschen Vergleich bemerkenswert, wenn auch nicht einzigartig: Auch am Flughafen Hannover liegt die S-Bahn-Station direkt unter dem Terminalgebäude. Der Unterschied liegt in der Dimension – während in Hannover eine einzelne S-Bahn-Linie reicht, bündeln sich am BER zwei S-Bahn-Linien, drei Regionalbahnlinien und der FEX an einem einzigen unterirdischen Bahnhof, ergänzt durch Halte einzelner Fernverkehrslinien.
Mit dem Auto und Taxi über die A113
Wer mit dem Auto anreist, nimmt die A113, die südöstlich aus Berlin herausführt und direkt am Terminal endet. Von der Stadtmitte aus sind es rund 18 Kilometer, je nach Verkehr und Tageszeit rechnest du mit 25 bis 45 Minuten Fahrzeit – während der Stoßzeiten auf dem Berliner Ring und der Stadtautobahn kann es spürbar länger dauern. Wegweiser zum Flughafen sind auf den Berliner Autobahnen durchgängig und gut sichtbar ausgeschildert, ein Vorteil gegenüber dem Vorgängerflughafen Tegel, dessen Zufahrt mitten durch dicht besiedeltes Stadtgebiet führte.
Taxis stehen direkt vor Terminal 1 bereit, mit ausreichend Fahrzeugen selbst bei mehreren zeitgleich landenden Flügen. Die Fahrzeit in die Innenstadt entspricht in etwa der mit dem Auto, der Fahrpreis liegt, abhängig vom genauen Ziel, üblicherweise im mittleren zweistelligen Eurobereich (Stand 2026) – für die meisten Reisenden bleibt der FEX oder die S9 damit die günstigere und oft auch schnellere Option, insbesondere zu Stoßzeiten. Wer kurz jemanden absetzen will, findet direkt vor dem Terminal ausgeschilderte Halteflächen zum kurzen Ein- und Aussteigen; für längeres Warten auf eine verspätete Landung sind die Parkhäuser die bessere Wahl.
Parken am BER: von Kiss & Fly bis zum Langzeitbereich
Rund um das Terminal stehen laut Flughafen etwa 10.000 öffentliche Parkplätze zur Verfügung, verteilt auf fünf Parkhäuser sowie 13 weitere Parkflächen – dazu kommen separat rund 5.000 Stellplätze, die ausschließlich Beschäftigten des Flughafens vorbehalten sind. Für kurzes Absetzen oder Abholen gibt es direkt vor dem Terminal die Kiss & Fly-Zone: Die ersten zehn Minuten sind dort kostenfrei, allerdings begrenzt auf maximal drei Nutzungen je Kennzeichen innerhalb eines Acht-Stunden-Fensters (0 bis 8, 8 bis 16, 16 bis 24 Uhr) – wer diese Grenze überschreitet oder länger bleibt, zahlt den regulären Kurzzeittarif.
Für längeres Parken unterscheidet der BER mehrere Kategorien. Parkhaus P1 liegt als Premium-Option am nächsten an der Check-in-Halle von Terminal 1, ideal für alle, die keine langen Wege zurücklegen wollen. P2 liegt ähnlich zentral, mit rund einer Minute Fußweg zu T1 und rund vier Minuten zu T2, während P3 sowie die etwas weiter außen gelegenen Bereiche P7 und P8 als Komfort-Parkplätze mit kurzen, überdachten Wegen zum Terminal gelten. Wer sein Auto für einen längeren Zeitraum abstellt und dabei nicht auf kürzeste Wege angewiesen ist, findet in den Economy-Bereichen etwas außerhalb des unmittelbaren Terminalumfelds spürbar günstigere Tagespreise, verbunden mit einem kurzen Shuttletransfer zum Terminal. Wie an praktisch jedem deutschen Flughafen gilt auch am BER: Wer seinen Parkplatz vorab online reserviert, statt spontan an der Schranke zu zahlen, kommt in aller Regel deutlich günstiger weg als bei einer Buchung ohne Vorlauf (Stand 2026) – ein Preisvorteil, der sich gerade bei längeren Standzeiten während des Urlaubs bemerkbar macht.
Bevor Berlins Flugverkehr am BER landete, lag die Stadt jahrzehntelang bei Tempelhof; die stillgelegte Geschichte dazu steht unter Flughafen Tempelhof.
Der BER bleibt damit ein Flughafen mit zwei Gesichtern: Die vierzehn Jahre verlorene Bauzeit werden ihn wohl noch lange begleiten, in Dokumentationen, Kabarettprogrammen und der einen oder anderen hochgezogenen Augenbraue, wenn Berliner von ihrem Hauptstadtflughafen erzählen. Im täglichen Betrieb aber zeigt sich ein anderes Bild: ein kompaktes Zwei-Terminal-Konzept mit kurzen Wegen, eine der dichtesten Bahnanbindungen unter allen deutschen Flughäfen, und ein Streckennetz, das sich – zuletzt sichtbar am Rückzug von Ryanair und dem gleichzeitigen Ausbau von Eurowings – weiterhin spürbar verändert. Wer den BER heute anfliegt oder von hier abfliegt, merkt von der Bauphase selbst nichts mehr; wer ihn richtig nutzt, kommt ohne Auto in weniger als 25 Minuten mitten in Berlin an. Alle Angaben zu Passagierzahlen, Fahrzeiten und Flugverbindungen entsprechen dem Stand 2026 nach Angaben der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, der Deutschen Bahn und des VBB – Flugpläne und Tarife ändern sich regelmäßig, prüfe sie deshalb kurz vor deiner Reise noch einmal direkt bei den jeweiligen Anbietern. Weitere deutsche Flughäfen im Überblick findest du unter Die Flughäfen.
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